Für dein frisches Sauerkraut brauchst du nur zwei Zutaten und erhältst ein regionales, nährstoffreiches, geschmackvolles und vielseitiges Nahrungsmittel. Frisches Sauerkraut ist sehr förderlich für unsere Darmgesundheit. Fermentiertes enthält viele Vitamine und gute Bakterien für den Darm.
Das Sauerkraut ist leicht zu machen, wenn man gerade offen für etwas Bewegung ist. Das Kraut möchte massiert werden. 🙂 Es lohnt sich. Nach meinem ersten eigenen Sauerkraut wollte ich nicht mehr darauf verzichten. Man kann es fast zu jedem Salat geben, es wertet diesen immer auf. Da sich der Körper immer über ein paar Löffel Sauerkraut im Salat freut, schenkt die Beigabe ein gutes Gefühl. Als Beilage zu einem Mittagsessen passt das Sauerkraut ebenso häufig dazu. Inzwischen essen wir es sogar schon auf Brot.
Es gibt außerdem kreative Zubereitungs- und Geschmacksmöglichkeiten für das eigene Sauerkraut. Beispielsweise eignet sich auch Spitzkohl wunderbar. Ebenso Rotkohl ist möglich. Mit Spitzkohl wird das Kraut etwas weicher und feiner. Außerdem kannst du mit dem Gärungsprozess spielen. Ich persönlich mag es nach 4 Tagen, weil es dann noch „crunchy“ ist. Danach wird es weicher. Ebenso kannst du beispielsweise Karotte dazugeben oder Gewürze wie Ingwer, Fenchel oder Kümmel. Wir machen das Sauerkraut regelmäßig nach. Da es sich lange hält, ist das eine gute Methode um immer frisches Sauerkraut im Haus zu haben.

 

Zutaten

1 kg Weißkohl

½ EL Salz

2 Liter Schraub-/Einmachglas

 

Zubereitung:

Es ist gut, so sauber und hygienisch wie möglich zu arbeiten. Hände gut waschen und Schraubglas mit kochendem Wasser ausspülen.

Äußere Blätter entfernen und auf sauberere Unterlage zur Seite legen. Kohl fein schneiden oder hobeln.

Das Kraut in eine große Schüssel geben und mit Salz bestreuen. Kräftig durchmassieren.

Kohl in das Glas geben und mit der Faust immer wieder nach unten drücken. Zum Schluss das ausgetretene Wasser darüber gießen. Mit den Kohlblättern bedecken und beschweren. Hier kannst auch wieder kreativ werden. Beispielsweise mit einem kleineren Glas, was wir mit Wasser füllen können.

Das Glas mit Geschirrtuch abdecken und bei Zimmertemperatur 4-5 Tage oder bis zu 7 Tagen fermentieren lassen. Je nach Geschmack. Eventuell bildet sich weißer Schaum, den man einfach abschöpfen kann oder am Ende unterrührt. Das fertige Kraut in Schraubgläser geben, verschließen und im Kühlschrank lagern. Dort hält es sich bis zu 3-4 Wochen.

 

Tipps:

Ich mache es immer nach Jeföhl. Das Salz zieht das Wasser aus dem Kohl, welches wir für das Einmachen brauchen. Und dieses entwässern erfordert etwas Kraft. Wenn man etwas mehr Salz nachgibt, scheint es einfacher zu werden. Was auch hilft ist, die Schüssel etwas stehen zu lassen und später nochmal zu massieren. Dann zieht auch Flüssigkeit raus. Beim Massieren helfen Körpergewicht und das Einsetzen der Fingerknöchel von geschlossenen Händen. Damit etwas reindrücken und dabei Körpergewicht einsetzen. Es ist wichtig, dass das Kraut mit Flüssigkeit bedeckt ist. Man kann aber auch etwas Wasser am Ende ins Glas nachgießen. Während des Fermentierens ruhig mal nachsehen, ob noch alles bedeckt ist und ggf. etwas Wasser nachfüllen.

 

Viel Freude beim Probieren!

 

 

 

 

Kreative Lösung zum Beschweren:

 

Fertiges Sauerkraut nach 4 Tagen mit Weißkohl: